Erscheinungsjahr: 2013
Deutscher Titel: Die Auslese: Nur die Besten überleben
Reihe: 1. Band
Seitenzahl: 382 Seiten (Taschenbuch)
Meine Ausgabe: Taschenbuch
Goodreads
Inhalt:
"Keep your friends close and your enemies closer. Isn’t that what they say? But how close is too close when they may be one in the same?
The Seven Stages War left much of the planet a charred wasteland. The future belongs to the next generation’s chosen few who must rebuild it. But to enter this elite group, candidates must first pass The Testing—their one chance at a college education and a rewarding career.
Cia Vale is honored to be chosen as a Testing candidate; eager to prove her worthiness as a University student and future leader of the United Commonwealth. But on the eve of her departure, her father’s advice hints at a darker side to her upcoming studies--trust no one.
But surely she can trust Tomas, her handsome childhood friend who offers an alliance? Tomas, who seems to care more about her with the passing of every grueling (and deadly) day of the Testing. To survive, Cia must choose: love without truth or life without trust." (Quelle: goodreads.com)
Gewürzt mit:
Mordlustigen Jugendlichen, verwirrenden Absichten, langen Fahrten, radioaktivem Wasser und Verrätern
FEEDback:
~ eine Mitschrift meines Feedbacks während des Lesens, also ein Feed // kleinere Spoiler können dabei sein, aber ich versuche, sie zu vermeiden ~
S. 190 - So weit, so gut. Tomas und Cia könnten ein cooles Team werden. Ich frage mich, ob hinter ihm noch mehr steckt.
S. 199 - Das ist, weshalb ich Cia mag - sie denkt einfach logisch nach. Und NEIN, das ist bei Protagonisten heutzutage nicht selbstverständlich.
S. 300 - Irgendwie habe ich langsam das Gefühl, dass das mit Tomas doch nichts wird. Er ist zwar ganz nett, aber in Sachen Vertrauen sehe ich da schwarz. Und ohne Vertrauen sehe ich da keine Beziehungsmöglichkeit, stimmt's? Na jaaa, zumindest eine ganz kleine Möglichkeit (ich muss an Gwen & Gideon denken und an das schwankende Vertrauen von Kapitel zu Kapitel :D ). Gna, irgendwie ist mir Tomas unsympathisch, obwohl er so sympathisch dargestellt wird. Michal dagegen ist sehr interessant. Ich brenne darauf, seinen Hintergrund zu erfahren, was seine Handlungsmotive sind und was es mit diesem ganzen Getue auf sich hat. Komm zu Tante Frost, wir trinken 'nen Tee und du erzählst mir alles lang und ausführlich ;D .
S. 311 - Irgendwie verstehe ich die Logik nicht. Wie kann man immer noch auf medizinische Behandlung in Tosu City setzen, nach dem, was in Phase 2 passiert ist? Naivität oder hat die Autorin das nicht absichtlich gemacht?
S. 361 - Ne, das ist einfach unsinnig. Die schlaue und scharfsinnige Cia erkennt solch einen einfachen Zusammenhang nicht auf Anhieb? Ähm, ich glaube, da hat sich die Autorin selbst ein Ei gelegt.
Am Ende: Aha. Das war also, was die Autorin uns sagen wollte. Ich muss sagen, das war nichts Neues. So langsam wiederholen die Dystopien sich. Obwohl ich sie eigentlich gerne mag, verlieren sie ihren Charme und Überraschungseffekt und hier war nicht viel zu holen. Schade!
Meinung:
Was soll ich dazu noch groß sagen? The Testing hat mich wirklich zutiefst enttäuscht und ich bin nach Beenden den ganzen Tag völlig verbittert durch die Gegend gestiefelt. Und das, nachdem so viele begeisterte Leser das Buch mit Komplimenten überschüttet haben. Was lief da schief?
Ich sage euch, da ist ganz viel schiefgelaufen. Angefangen mit flachen Protagonisten, die schnell wieder verblassen. Was für eine Rolle spielte Tomas in dieser Geschichte?? Joa, ich weiß schon, Insta-Love, aber das kann doch nicht die Begründung dafür sein, dass man eine zusäztliche Figut etabliert, die ansonsten völlig nutzlos und obendrein auch noch störend erscheint. Sinn? Die restlichen Figuren sind auch nicht besser. Ich wette, in ein paar Wochen kann ich mich nicht nur an die Namen nicht mehr erinnern, sondern auch daran, dass es die Figuren überhaupt gab. Wozu so viele Statisten beschäftigen? Verschwendetes fiktives Geld.
Wie man dem FEEDback entnehmen kann, hat es mit dem Sinn ganz schön gehapert. Angefangen bei wieso-hat-dieser-Charakter-das-jetzt-auf-einmal-gemacht, über was-soll-das-bringen und noch viel schlimmer: Wieso-tue-ich-es-mir-an. Das Letztere ergab so wenig Sinn wie der undurchdachte Rest. Ich meine, klar, Autoren können sich einfallen lassen, was sie wollen, aber sie müssen das ja auch noch irgendwie begründen können. Oder nicht? Wenn ihre Welt aus einem seltsamen Mix von bekannten dystopischen Handlungssträngen/Elementen/Figurentypen besteht, aber noch nicht mal erklärt wird (oder werden kann?), fragt man sich, wie viele Gedanken sich die Autorin eigentlich selbst dazu gemacht hat.
Und damit kommen wir zu dem Punkt, der ganz schön suspicious ist, my friends. Warum nur kommen mir diese Worte bekannt vor?
"The animal snarls as I roll out of its grasp, push to my feet and race to put distance between us. [...] More brownish hair on the torso and back. And the eyes...[...] Because now that I have looked into the dark blue eyes of my attacker I know this isn't an animal. The eyes are too intelligent. Too much like the ones I see looking back at me in a reflector." (The Testing, S. 274-275)
Kurze Denkpause...Tick-tock-tick-tock...
Ah! Stopp. Halt. Moment mal. Cut. Das hört sich doch so ähnlich an wie...
"[...] in diesem Augenblick wird mir klar, was mich an den Mutationen so beunruhigt hat. Die grünen Augen, die mich finster anblicken, sind nicht die eines Wolfs oder sonst eines hundeartigen Wesens, das ich schon einmal gesehen hätte. Sie sind eindeutig menschlich." (Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele, S. 371)
Es gibt auch Leser, die weitergegangen sind, und gesagt haben, Cia sei Katniss. Sie kann alles, schießt perfekt, überlebt alles usw. . Dem muss ich widersprechen. Bis ein Autor es geschafft hat, Katniss vom Charakter her exakt zu treffen und wiederzugeben, fällt der Mond vom Himmel. Ich fand Cia sympathisch, weil sie eben so klug war und echt nachgedacht hat (dafür gab es auch die eine Eule mehr), aber nicht, weil sie alles konnte. Das hat mich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr gestört. Bin wahrscheinlich einfach nur unempfindlich geworden xD.
Wie ich schon beim FEEDback erkannt habe - Neues sucht man hier vergeblich. Bitte die Straße weiterfahren und dann nach rechts abbiegen. Oder nach links. Ganz egal, nur sucht euch ein anderes schönes Buch, das bestimmt auch noch originell ist und atmende Charaktere aufweist. Bitte, ja? Vielen lieben Dank.
Fazit:
Nein, nicht lesen. Böse. Und schon längst bekannt. Und Tomas ist einfach nicht der Richtige. Weder für Cia, noch für Leser, die ihn begleiten müssten. Schnappt euch lieber ein anderes Buch, echt.
