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Mittwoch, 6. November 2013

[Filmrezension] Thor (#1)

Quelle
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Science-Fiction
Regie: Kenneth Branagh
Hauptrollen: Chris Hemsworth (Thor Odinson), Natalie Portman (Jane Foster), Tom Hiddleston (Loki), Stellan Skarsgård (Dr. Erik Selvig), Colm Feore (Laufey), Anthony Hopkins (Odin), Kat Dennings (Darcy)
Trailer: Klick!
Basierend auf einem Roman? Auf einem gleichnamigen Comic von Marvel Comics.

Handlung:
Wie lehrt man einen Gott Demut? Thor, der Sohn des Göttervaters Odin, hat durch unbedachtes Handeln einen längst begrabenen Konflikt zwischen den Bewohnern Asgards und den Eisriesen entfacht. Kurzerhand wird er von Odin auf die Erde verbannt und landet der Astrophysikerin Jane Foster und ihrer Crew direkt vor die Füße. Oder besser vor's Auto. Nun muss Thor mit dieser Situation und einer ihm unbekannten Welt klarkommen, seinen durch Odin verzauberten Hammer Mjölnir finden und sein Verhalten überdenken. Im Hintergrund hat sein Bruder Loki jedoch ganz eigene Pläne, was Thor, Asgard und den Thron angeht...

Meinung:
Der Film hat mir eigentlich richtig gut gefallen. Er hat im Prinzip nur einen großen Nachteil, der aber so wichtig ist, dass er sich dermaßen gravierend auf die Bewertung ausgewirkt hat. Aber wer fängt denn schon mit Nachteilen an? Zuerst wollen wir doch das Schöne hören, nicht? :D

Was ich an diesem Film sehr gut finde, sind die Figuren. Jede hat ihren Charakter und ihre Funktion und man gewinnt sie alle mehr oder weniger lieb, je nachdem, was für eine Entwicklung sie durchmachen. Mit Abstand die größte Entwicklung macht Thor. Am Ende ist er buchstäblich nicht mehr wiederzuerkennen. Und Chris Hemsworth hat beide Seiten großartig verkörpert: Einerseits den von sich überzeugten, stolzen Thor mit einem Hang zum Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-gehen, andererseits den freundlichen und hilfsbereiten Thor, der denkt, bevor er handelt. Und was besonders bemerkenswert ist, ist die Natürlichkeit, mit der sich dieser Wandel vollzieht. Das könnte tatsächlich so passieren, daran lässt man den Zuschauer nicht zweifeln.

Darcy fand ich einfach toll, weil sie so direkt und ungezwungen ist und die Stimmung immer auflockern kann. Sie ist einer meiner absoluten Lieblinge in dieser Filmreihe ♥ . Jane fand ich sehr überzeugend als hingebungsvolle Forscherin, die den Phänomenen im Kosmos auf den Grund gehen möchte, und mit Thor durch dick und dünn geht. Wirklich, er hat sie nicht nur einmal in seltsame Situationen gebracht ;D . Überhaupt, ich könnte jetzt nicht hergehen, mit einem Finger auf einen Schauspieler zeigen und sagen, dass derjenige schlecht gespielt hat. Das freut einen als Zuschauer ungemein, wenn man sich nicht andauernd "belogen" fühlt ^-^ .

Die Optik und Akustik sind hier echt wunderschön! Angefangen von Kostümen bis ganz Asgard - das kann sich alles sehen lassen. Und der Soundtrack! Er gibt die Stimmung des Films perfekt wieder, beim Zuhören fühlt man sich entweder in epische Schlachten zurückversetzt oder an den geheimnisvollen Sternenhimmel erinnert, der so viele Geheimnisse beherbergt. Das sind einige meiner liebsten Tracks, auch gut als Begleitmusik zum Lesen geeignet:




Hab ich schon erwähnt, dass ich auch so einen Hammer haben möchte? Er ist einfach nur so süß :D . Und wer jetzt gar nichts versteht: Mjölnir kann zum Besitzer zurückkehren und jedes Mal, wenn der Kleine durch die Luft geflogen ist, musste ich schmunzeln. Gott, das ist so niedlich! :3

Was mir aber weniger gefallen hat, war die karge Handlung. Es war alles zwar schön, durchdacht und logisch, aber wirklich viel ist nicht passiert. Als hätte Thor seine Zeit im Knast auf der Erde einfach nur abgesessen. Meh. Da hätten die Leute viel mehr draus machen können. Sicherlich gibt es die ein oder andere Actionszene, aber insgesamt plätschert der Film ein wenig vor sich hin. Das Ende allerdings war bombastisch! Ich mit offenem Mund: "Was passiert hier? Du machst jetzt nicht, was ich denke? Nein, nein, nein, was machst du denn da?? Stopp!" An dieser Stelle noch schnell einen Gruß an Tom Hiddleston aka Loki, einen meiner Lieblings-Filmbösewichte ;D . Der Typ ist einfach nur schräg und so verdammt hinterhältig. Ich liebe das xD.
So sehr schließt man die Charaktere ins Herz, dass ihr Schicksal doch sehr bewegt und der Film an einigen Stellen durchaus zart und rührend ist. Dass man das mal über einen Actionfilm sagt :D . Allein deswegen sollte man sich den Film ansehen.

Fazit:
Ich würde jetzt nicht sagen, das ist der Megablockbuster, aber Anschauen lohnt sich trotzdem. Ein eher ruhiger Actionfilm, wo viel Gefühl und feine Schönheit eingearbeitet wurden, mit Charakteren, die man schwer vergisst. Und der Soundtrack, Leudis, unbedingt anhören! ;D